So klingt die Türkei

Anadolu Rock – schon einemla gehört? Nein, das ist keineswegs der Name einer neuen Band, sondern eine Mischung aus Popmusik und traditioneller türkischer Folklore.

Egal ob Volks- oder Popmusik, Tradition oder Moderne, in der Türkei wird mit Leidenschaft musiziert. Nicht umsonst spricht man von der Türkei oft als Brücke zwischen Orient und Okzident. Zwei ganz unterschiedliche Kulturkreise treffen hier aufeinander. Das spiegelt sich in der Kultur, der Küche aber auch in der Musik der Türken wieder.

Die türkische Popmusik lässt sich grob in zwei große Gruppen einteilen die Arabeske (arabische beeinflusste) die westlich orientierte Musik

Die Arabeske

Die Arabeske, wie am Namen unschwer zu erraten ist, stammt aus Arabien. In den 40iger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde diese Musikrichtung durch Künstler wie Haydar Tatliyay berühmt. Arabische Musik genoss trotz Verbots damals bei der türkischen Bevölkerung große Beliebtheit. In den 60igern mischte sich die arabeske Musik dann mit traditionellen Elementen der Volksmusik und später sollte sogar der Rockn’ Roll einfließen. Schlussendlich ist die Arabeske also eine Mischform, die allerdings aus dem Arabischen stammt.

Anadolu Rock

Der eingangs erwähnte Anadolu Rock oder auch Anatolischer Rock ist ein Ergebnis, der von den Türken angestrebten Modernisierung von Staat und Gesellschaft. Halk Müzigi, die türkische Volksmusik sollte, so die Idee, mit der europäischen Musik verschmelzen. Im Rahmen dieser Bemühungen stießen orientalische Instrumente wie Saz und Ney auf Klavier und Klarinette. Saz ist dabei ein Begriff für ein besonderes Streichinstrument, mit Ney ist die Rohrflöte gemeint.

Außerdem unterscheidet sich auch das türkische Tonsystem grundlegend vom zentraleuropäischen. Anstatt aus, wie wir es gewöhnt sind 12 Tönen, besteht die türkische Oktave aus 24 Tönen, die in unregelmäßige Intervalle unterteilt sind. Die Synthese dieser unterschiedlichen Systeme mündete Ende der 60iger Jahre in den Anadolu Rock. Während die Texte anfänglich noch ganz nach westlichem Vorbild in Englisch und Französisch verfasst wurden, gewannen später wieder die türkischen Texte an Bedeutung.
Rock Tickets für Konzerte von Mogollar, Erkin Koray oder Cem Karaca waren äußerst begehrt. Sie gelten nicht nur als Gründerväter des anatolischen Rocks, sondern auch in gewisser Weise eines neuen Lebensstils. Ähnlich wie die Frisur der Beatles zu deren Markenzeichen wurde, trugen diese türkischen Künstler lange Bärte, Lederjacken und Jeans.

Die Türkei ist also nicht nur ein faszinierendes Urlaubsland, sondern hat auch was die musikalische Landschaft betrifft einiges zu bieten. Gerade im Vorfeld eines Türkeiurlaubs könnten Sie sich mit türkischer Musik einstimmen. Besorgen Sie sich anstatt Amy MacDonald Tickets doch einfach Karten für ein Konzert von Sezen Aksu. Die erfolgreiche, türkische Musikerin hat bereits 22 Alben über 40 Millionen Mal verkauft.

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